Mittwoch, 1. Juli 2015

Kleines Fazit unserer Reise




In den letzten 133 Tagen haben wir in 12 Ländern auf 4 Kontinenten und mit 11 verschiedenen Währungen bezahlt, in 51 Betten geschlafen, 12 Inseln besucht, uns mit 11 unterschiedlichen Verkehrsmitteln fortbewegt (Flugzeug, Mietwagen, Camper Van, Roller, Boot, Zug, Rikscha, Metro, Tuk Tuk, Pferdekutsche und Fahrrad) und 13 275 Fotos gemacht.

Wir haben festgestellt, wie groß die Welt einerseits ist: wir waren 4 ½ Monate unterwegs, sind manchmal tagelang gereist und haben – mit Blick auf die Weltkarte – gerade einmal einen Bruchteil von ihr gesehen.

Unsere  Reiseroute
Andererseits haben wir aber auch festgestellt, wie klein die Welt doch ist, soll heißen, wie leicht sie zu bereisen ist: im Zeitalter des Internets ist einfach alles miteinander verbunden. Wir haben spontan von unterwegs Zimmer und Reiseverbindungen gebucht, konnten überall kostenlos Geld abheben, uns in anderen Reiseblogs Ideen für Orte und Sehenswertes holen, konnten mit unseren Familien zu Hause kostenlos schreiben und telefonieren und mit der englischen Sprache in fast allen Ländern (bis auf China) voran kommen. 

Daneben haben wir für uns auch viel gelernt. Zum Beispiel haben wir unseren Schlafpositions-Pol deutlich erweitert und können mittlerweile auf allen möglichen Unterlagen und in Positionen schlafen, die vorher nicht denkbar gewesen wären. Darüber hinaus sind wir ziemlich geduldig geworden. Wenn in Deutschland jemand zu uns sagen würde „Der Bus kommt in 2 Stunden“, wäre das eine mittlere Katastrophe. In Südostasien sitzt man es eben aus und wartet. 
Und wir haben gelernt, mit den Ressourcen auszukommen, die wir hatten, zum Beispiel braucht Susi zum Haare föhnen schon längst keinen Föhn mehr, die Autolüftung tut`s auch!

Es gab so viele einzigartige und tolle Erlebnisse und wir fragen uns, ob wir überhaupt schon alles begriffen haben… manchmal ging es einfach so schnell und ein Highlight folgte dem nächsten, dass eine Pause vielleicht manchmal doch ganz gut getan hätte...?

Für uns ist es unmöglich, DAS eine Highlight zu finden. So viele Orte, Menschen und Erlebnisse… und jeder/ jedes hat seinen ganz eigenen Charme. Aber dennoch gibt es ein paar Erlebnisse und Begegnungen, an die wir immer wieder denken müssen, z.B.:
Tiere in freier Wildbahn beobachten.


Die atemberaubende Landschaft der hawaiianischen Inseln:
Regenwald
Küstenfelsen aus Lava.
Sonnenuntergang am Strand.
Im Vulkankrater wandern.
Auf dem höchsten Vulkan der Erde Sonnenuntergang schauen.
Die Gastfreundschaft, die uns in Fiji zuteilwurde, als der Zyklon „Pam" die Insel Vanuatu verwüstete (und wir einfach nur unheimliches Glück hatten!) und uns mitten im Pazifik für 8 Tage sitzen ließ:

Auf den höchsten Berg der Insel in Fiji zu kraxeln und von dort oben Sonnenuntergang schauen:


Schlafen unter freiem Himmel im australischen Outback:

Die Freiheit mit dem Camper Van von Ort zu Ort zu fahren und über Nacht am Strand zu parken:
Ganz Australien!
Sydney - eine der schönsten Städte unserer Reise.

Die faszinierendste aller erlebten Städte: Singapur

Die Teeplantagen in Malaysia durchwandern:


Der Kochkurs in Thailand:

Mit Mönchen über Gott und die Welt reden:

Abendessen auf den Nachtmärkten:

Tempel bestaunen:



Freunde finden in Laos und zufällig wieder treffen in Kambodscha:

Einen der schönsten Strände in Kambodscha finden:

Angkor Wat:


Die Chinesische Mauer:

Mit der Transmongolischen Eisenbahn durch 3 Länder zu fahren:

Wir haben es definitiv nicht geschafft, alle Erlebnisse und Eindrücke in diesen Blog zu packen. Aber für euch umso besser: wir haben bestimmt noch die ein oder andere Geschichte bei einem Bierchen zu erzählen ;-)

Leider mussten wir aber auch bei zahlreichen gravierenden Problemen zusehen. Die Armut vieler Menschen und deren für uns undenkbare Lebenssituation haben uns oft mitgenommen. Als Touristen haben wir versucht an den Stellen etwas beizusteuern, wo es den Menschen hilft, wie z.B. in den von einheimischen Familien geführten Lokalen zu essen, den Tuk Tuk Fahrern zu Arbeit zu verhelfen, am Straßenrand einzukaufen oder einfach nur so Geld zu geben. In Südostasien, vor allem in Kambodscha, haben wir oft den einen oder anderen Dollar gespendet, weil das Leid der Menschen teilweise nicht mit anzusehen war. 

Ein anderes riesiges Problem, bei dem wir hilflos zusehen mussten, ist die gravierende Umweltverschmutzung in den asiatischen Ländern. Wir hatten das Gefühl, dass es überhaupt nichts bringt, dass wir unseren Müll zu Hause fein säuberlich in 4 verschiedenen Arten trennen und recyceln, wenn die Menschen hier nicht auch wenigsten ein bisschen auf ihre Berge von Müll Acht geben und alles wahllos ins Meer, in die Flüsse oder in die Wälder werfen und am Straßenrand liegen lassen.


„Wer reist, erkennt, was er an der Heimat hat“


Das stimmt! Oft haben wir gedacht, wie gut es uns doch geht! Nicht nur, dass wir ein (wahnsinnig tolles) Dach über dem Kopf und mehr als genug zu essen haben, sondern auch die zahlreichen Annehmlichkeiten, die der deutsche Staat seinen Bewohnern bietet, sind uns auf dieser Reise bewusst geworden. Auch Dinge, über die man sonst wahrscheinlich nie oder viel zu selten nachdenkt: 24 Stunden am Tag Strom, sauberes Wasser für das wir lediglich den Wasserhahn aufdrehen müssen, Straßen in einem top Zustand, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld, Supermärkte, in denen man einfach alles bekommt, was man möchte, und, und, und.

Alles in allem haben wir unheimliches Glück gehabt. Es hat fast immer alles so geklappt, wie wir es uns vorgestellt bzw. geplant hatten (außer die Zyklone auf Fiji). Unsere Reiseapotheke bringen wir so prall gefüllt, wie wir sie mitgenommen haben, auch wieder mit nach Hause. Es gab keinen Tag, an dem wir uns gewünscht haben, lieber auf unserer kuscheligen Couch in Leipzig zu sitzen. Und dazu hat das Wetter eigentlich auch immer noch gepasst.

Jetzt freuen wir uns dennoch wahnsinnig auf zu Hause, vor allem auf unsere Familien und Freunde! Weitere Dinge, auf die wir uns freuen, sind:
- unser Bett; unser eigenes, sauberes Badezimmer; auf die Straße zu gehen, ohne an jeder Ecke gefragt zu werden, wohin man möchte und ob man ein Tuk Tuk braucht; selber kochen; mehr als einlagiges Toilettenpapier; Auto fahren; nicht aller paar Tage unser Hab und Gut durch die Gegend tragen zu müssen; Vollkornbrot; nicht jeden Abend die Zahnpasta suchen zu müssen und darauf, unser Weltkarte im Wohnzimmer mit allen besuchten Ländern freizurubbeln!

   Neben den gesammelten Erfahrungen kommen wir aber auch zurück mit hunderten neuen Ideen für unsere nächsten Reisen. Dadurch, dass wir so viele Traveller getroffen haben, die alle von ihren Erlebnissen und Reisewegen erzählt haben, sind unsere Köpfe voll mit Reisezielen, die wahrscheinlich für 4 Leben reichen...



Ach und noch was: Wir können uns immer noch ziemlich gut leiden!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen