In den letzten 133 Tagen
haben wir in 12 Ländern auf 4 Kontinenten und mit 11 verschiedenen Währungen
bezahlt, in 51 Betten geschlafen, 12 Inseln besucht, uns mit
11 unterschiedlichen Verkehrsmitteln fortbewegt (Flugzeug, Mietwagen, Camper
Van, Roller, Boot, Zug, Rikscha, Metro, Tuk Tuk, Pferdekutsche und Fahrrad) und 13 275
Fotos gemacht.
Wir haben festgestellt,
wie groß die Welt einerseits ist: wir waren 4 ½ Monate unterwegs, sind manchmal
tagelang gereist und haben – mit Blick auf die Weltkarte – gerade einmal einen
Bruchteil von ihr gesehen.
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| Unsere Reiseroute |
Andererseits haben wir
aber auch festgestellt, wie klein die Welt doch ist, soll heißen, wie leicht
sie zu bereisen ist: im Zeitalter des Internets ist einfach alles miteinander
verbunden. Wir haben spontan von unterwegs Zimmer und Reiseverbindungen
gebucht, konnten überall kostenlos Geld abheben, uns in anderen Reiseblogs
Ideen für Orte und Sehenswertes holen, konnten mit unseren Familien zu Hause kostenlos
schreiben und telefonieren und mit der englischen Sprache in fast allen Ländern
(bis auf China) voran kommen.
Daneben haben wir für uns
auch viel gelernt. Zum Beispiel haben wir unseren Schlafpositions-Pol deutlich
erweitert und können mittlerweile auf allen möglichen Unterlagen und in
Positionen schlafen, die vorher nicht denkbar gewesen wären. Darüber hinaus
sind wir ziemlich geduldig geworden. Wenn in Deutschland jemand zu uns sagen
würde „Der Bus kommt in 2 Stunden“, wäre das eine mittlere Katastrophe. In
Südostasien sitzt man es eben aus und wartet.
Und wir haben gelernt, mit den Ressourcen auszukommen, die wir hatten, zum Beispiel braucht Susi zum Haare föhnen schon längst keinen Föhn mehr, die Autolüftung tut`s auch!
Und wir haben gelernt, mit den Ressourcen auszukommen, die wir hatten, zum Beispiel braucht Susi zum Haare föhnen schon längst keinen Föhn mehr, die Autolüftung tut`s auch!
Es gab so viele
einzigartige und tolle Erlebnisse und wir fragen uns, ob wir überhaupt schon
alles begriffen haben… manchmal ging es einfach so schnell und ein Highlight
folgte dem nächsten, dass eine Pause vielleicht manchmal doch ganz gut getan
hätte...?
Für uns ist es unmöglich,
DAS eine Highlight zu finden. So viele Orte, Menschen und Erlebnisse… und
jeder/ jedes hat seinen ganz eigenen Charme. Aber dennoch gibt es ein paar
Erlebnisse und Begegnungen, an die wir immer wieder denken müssen, z.B.:
Tiere in freier Wildbahn beobachten.
Die atemberaubende Landschaft der hawaiianischen Inseln:
| Regenwald |
| Küstenfelsen aus Lava. |
| Sonnenuntergang am Strand. |
| Im Vulkankrater wandern. |
| Auf dem höchsten Vulkan der Erde Sonnenuntergang schauen. |
Die Gastfreundschaft, die uns in Fiji zuteilwurde,
als der Zyklon „Pam" die Insel Vanuatu verwüstete (und wir einfach nur unheimliches Glück hatten!) und uns mitten im Pazifik für 8 Tage
sitzen ließ:
Die Freiheit mit dem Camper Van von Ort zu
Ort zu fahren und über Nacht am Strand zu parken:
Ganz Australien!| Sydney - eine der schönsten Städte unserer Reise. |
Freunde finden in Laos und zufällig wieder treffen in Kambodscha:
Einen der schönsten Strände in Kambodscha finden:
Wir haben es definitiv
nicht geschafft, alle Erlebnisse und Eindrücke in diesen Blog zu packen. Aber
für euch umso besser: wir haben bestimmt noch die ein oder andere Geschichte
bei einem Bierchen zu erzählen ;-)
Leider mussten wir aber
auch bei zahlreichen gravierenden Problemen zusehen. Die Armut vieler Menschen
und deren für uns undenkbare Lebenssituation haben uns oft mitgenommen. Als
Touristen haben wir versucht an den Stellen etwas beizusteuern, wo es den
Menschen hilft, wie z.B. in den von einheimischen Familien geführten Lokalen zu
essen, den Tuk Tuk Fahrern zu Arbeit zu verhelfen, am Straßenrand einzukaufen oder
einfach nur so Geld zu geben. In Südostasien, vor allem in Kambodscha, haben
wir oft den einen oder anderen Dollar gespendet, weil das Leid der Menschen
teilweise nicht mit anzusehen war.
Ein anderes riesiges
Problem, bei dem wir hilflos zusehen mussten, ist die gravierende
Umweltverschmutzung in den asiatischen Ländern. Wir hatten das Gefühl, dass es
überhaupt nichts bringt, dass wir unseren Müll zu Hause fein säuberlich in 4
verschiedenen Arten trennen und recyceln, wenn die Menschen hier nicht auch
wenigsten ein bisschen auf ihre Berge von Müll Acht geben und alles wahllos ins
Meer, in die Flüsse oder in die Wälder werfen und am Straßenrand liegen lassen.
„Wer reist, erkennt, was er an der Heimat hat“
Das stimmt! Oft haben wir
gedacht, wie gut es uns doch geht! Nicht nur, dass wir ein (wahnsinnig tolles)
Dach über dem Kopf und mehr als genug zu essen haben, sondern auch die
zahlreichen Annehmlichkeiten, die der deutsche Staat seinen Bewohnern bietet,
sind uns auf dieser Reise bewusst geworden. Auch Dinge, über die man sonst
wahrscheinlich nie oder viel zu selten nachdenkt: 24 Stunden am Tag Strom,
sauberes Wasser für das wir lediglich den Wasserhahn aufdrehen müssen, Straßen
in einem top Zustand, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld, Supermärkte, in denen
man einfach alles bekommt, was man möchte, und, und, und.
Alles in allem haben wir
unheimliches Glück gehabt. Es hat fast immer alles so geklappt, wie wir es uns
vorgestellt bzw. geplant hatten (außer die Zyklone auf Fiji). Unsere
Reiseapotheke bringen wir so prall gefüllt, wie wir sie mitgenommen haben, auch
wieder mit nach Hause. Es gab keinen Tag, an dem wir uns gewünscht haben,
lieber auf unserer kuscheligen Couch in Leipzig zu sitzen. Und dazu hat das Wetter
eigentlich auch immer noch gepasst.
Jetzt freuen wir uns dennoch wahnsinnig auf zu Hause,
vor allem auf unsere Familien und Freunde! Weitere Dinge, auf die wir uns
freuen, sind:
- unser Bett; unser eigenes, sauberes Badezimmer; auf die Straße zu gehen, ohne an jeder
Ecke gefragt zu werden, wohin man möchte und ob man ein Tuk Tuk braucht; selber kochen; mehr als einlagiges Toilettenpapier; Auto fahren; nicht aller paar Tage unser Hab und Gut durch die Gegend tragen zu müssen;
Vollkornbrot; nicht jeden Abend die Zahnpasta suchen zu
müssen und darauf, unser Weltkarte im Wohnzimmer mit allen besuchten Ländern freizurubbeln!
Neben den gesammelten
Erfahrungen kommen wir aber auch zurück mit hunderten neuen Ideen für unsere
nächsten Reisen. Dadurch, dass wir so viele Traveller getroffen haben, die alle
von ihren Erlebnissen und Reisewegen erzählt haben, sind unsere Köpfe voll mit
Reisezielen, die wahrscheinlich für 4 Leben reichen...
Ach und noch was: Wir können uns immer noch ziemlich gut leiden!

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