Samstag, 28. Februar 2015

Es gibt kein Bier auf Hawaii?


Oh doch! Und es schmeckt sogar richtig gut. Die verschiedenen Sorten haben auch wirklich schöne Namen, wie z.B. Longboard, Big Wave oder Castaway.
Es gibt auch mehrere kleinere Brauereien und es besteht natürlich die Möglichkeit Führungen zu machen. Aber wir dachten, wir wissen ja, wie es läuft und beschränken uns an der Stelle auf das reine Verkosten. 

Die Hawaiianer bezeichnen das Bier als „Liqud Aloha“, also „flüssiges Aloha“. „Aloha“ ist ein hawaiianisches Wort, das neben der Begrüßungsfloskel für so ziemlich alles verwendet wird. Übersetzt bedeutet es „Liebe“, „Mitgefühl“ und „Nächstenliebe“. Im Volksmund gilt es auch für die Gastfreundschaft der Hawaiianer (die wir absolut bestätigen können), weshalb der Bundesstaat auch Aloha State genannt wird, was sogar als offizielle Bezeichnung auf den Nummernschildern steht.

Darüber hinaus gibt es den „Aloha Friday“ (bei uns Casual Friday), d.h. es ist erlaubt das Hawaiihemd (also das Aloha Shirt) auf Arbeit im Büro zu tragen.

Freitag, 27. Februar 2015

Auf dem wirklichen Dach der Welt



Wer bis heute geglaubt hat, der Mount Everest sei der höchste Berg der Erde (wir gehörten bis zur Zeit unserer Reisevorbereitung auch dazu), der darf sich nicht mit dem Mauna Kea anlegen. Der Mauna Kea ist  mit 4205m der höchste Vulkan der Weltmeere. Und da er bereits auf dem Meeresgrund beginnt und bis zur Meeresoberfläche schon eine Höhe von über 6 km aufweist, ergibt seine Gesamthöhe mehr als 10 000m. (Wissenschaftler schätzen seine gesamte Höhe sogar zum Teil auf 17 000m, da er aufgrund seines Gewichtes in den Meeresboden einsackt, aber das sind nur Vermutungen).
Er zählt zu den „schlafenden“ Vulkanen, was so viel bedeutet, dass er seit ca. 4000 Jahren nicht mehr ausgebrochen ist. Da so eine Ruhephase eines Vulkanes aber schon mal so um die 4500 Jahre andauern kann, gilt er im wissenschaftlichen Sinn noch nicht als erloschener Vulkan. 
Für die traditionell hawaiianische Spiritualität gilt der Gipfel als einer der heiligsten Orte überhaupt, weshalb einige Gipfelpfade auch nicht betreten werden dürfen. Darüber hinaus ist er der wichtigste Ort für die moderne Astronomie. Auf dem Gipfel befindet sich die weltweit größte Ansammlung riesiger Observatorien aus 12 verschiedenen Nationen der Erde, die zusammen die größte Sternwarte der Welt bilden.
 
Der Gipfel des Manua Keas und einige der Observatorien
Zum Glück kann man den Pfad mit einem Allrad-Jeep hinauffahren, sodass wir innerhalb von ca. einer Stunde die 4000 Höhenmeter überwinden konnten, um den Sonnenuntergang zu schauen (wie wir es uns zumindest vorgenommen hatten). Aber wie das im Leben ab und zu so ist: man kann nicht immer Glück haben (und ich würde behaupten, bisher hatten wir recht viel). Es war demnach ziemlich bewölkt und wir konnten nicht so viel sehen wie erhofft. Aber schön war es trotzdem!


Innerhalb von kürzester Zeit vom Bikini in die Wintersachen: frostige 2°C und eisiger Wind herrschten auf dem Gipfel

Im Visitor Center auf knapp 2800m Höhe werden jeden Abend nach Einbruch der Dunkelheit Teleskope ausgerichtet. Hier konnten wir dann am späten Abend den Mond, den Jupiter mit 4 seiner Monde (er hat insgesamt 67 Monde) und ein Sternbild sehen. Mehr war aufgrund der Bewölkung leider nicht drin, aber selbst das war schon beeindruckend. Und da seit der Ankunft auf Big Island sowieso nur noch geografisches Herzrasen angesagt ist, hat das auch völlig gereicht!

Donnerstag, 26. Februar 2015

Volcano National Park



Ein Besuch des Volcano National Parks stand heute auf dem Programm. Der Park zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet zahlreiche ausgedehnte Lavafelder und einen der aktiven Vulkane von Big Island, den Kilauea.


Der Park besteht aus scheinbar endlosen Lavafeldern, die einem das Ausmaß der vulkanischen Aktivität bewusst machen. Manchmal hatte man das Gefühl, in einer Art Mondlandschaft unterwegs zu sein. 

Wir sind einige der Wanderwege im Park abgelaufen und haben unter anderem sogenannte Lavaröhren (lava tubes) durchwandert. Sie entstehen, wenn ein Lavafluss außen schneller abkühlt als im Inneren, wodurch bei Rückgang der vulkanischen Aktivität im Laufe der Zeit ein Tunnel zurück bleibt. 


Ein weiteres Highlight ist die Küste des Parks, wo einst die heiße Lava direkt in den Ozean geflossen ist und dort schöne Gesteinsformationen hinterlassen hat. 


Es gibt auch heute noch Abschnitte im Park, wo heiße Lava Richtung Küste fließt und dann dort direkt ins Meer eintaucht. Leider sieht man derzeit keine fließende Lava. Der Bereich ist für Besucher derzeit gesperrt, da es zu gefährlich ist. Unter anderem auch, weil die Rauchwolke des letzten Ausbruchs des Kraters (2008) auf dem Foto in diese Richtung zieht.  Aber die Bilder im Visitor Center des Parkes (und bei wikipedia) sind echt beeindruckend. Auch wenn es jetzt Jammern auf hohem Niveau ist: wir sind schon traurig, dass wir das nicht sehen konnten…