Dienstag, 30. Juni 2015

Die letzte Station: Moskau



Unsere letzten drei Weltreisetage verbrachten wir in Russlands Hauptstadt Moskau und hatten damit schon wieder europäischen Boden unter den Füßen. 

Die Kremlmauer und der Kreml vom Ufer der Moskva aus gesehen.
Das Wahrzeichen Moskaus ist der Rote Platz. Mit seinen angrenzenden Sehenswürdigkeiten zu jeder Seite hat er auch jede Menge zu bieten, sodass wir jeden Tag mindestens 1 mal dort waren.
Der Rote Platz in Moskau.
Das Historische Museum - sieht immer aus, als hätte es Schnee auf seinen Türmen.
Der Rote Platz mit der Basilius-Kathedrale und dem berühmtesten der 20 Türme der Kremlmauer.
Das Leninmausoleum vor dem Kreml - man kann ihn sich auch ansehen.
Das Grab des unbekannten Soldaten - ein Symbol für die Opfer des 2. Weltkrieges.

Das Warenhaus GUM säumt ebenfalls eine Seite des Roten Platzes. Aufgrund seiner architektonischen Schönheit zählt es zu den berühmtesten Einkaufszentren der Welt.
Die Läden sind auch im Inneren sehr hübsch.
Das Selbstbedienungs-Restaurant im GUM hat einen sehr guten Ruf und für moskauer Verhältnisse ist es ziemlich günstig. Das haben wir natürlich gleich fürs Mittagsessen ausgenutzt.
Anstehen für gutes Essen: wir sind nicht die Einzigen, die im GUM essen wollen.
Soljanka für 1,50€ - für mokauer Preise äußerst preiswert.
Bei einer Stadtrundfahrt und durch unsere zahlreichen Spaziergänge haben wir einen super Eindruck der Stadt bekommen. Die Architektur ist wirklich bemerkenswert. An jeder Ecke gibt es tolle Gebäude zu entdecken. Grund dafür ist auch, dass Moskau im 2. Weltkrieg (und auch sonst) verschont geblieben ist.
Stärkung vor der Stadtrundfahrt.
Bolschoi Theater
Glocken werden hier noch von Hand geläutet.
Zwischen all den schönen historischen Bauten ragen auch ein paar Wolkenkratzer auf.
Staatsempfang.
Einen Blick hinter die Kremlmauer haben wir auch geworfen. Der Kreml ist umgeben von einer 2235 Meter langen Mauer mit insgesamt 20 Türmen. Dort befindet sich der Sitz des Präsidenten. Innerhalb der Mauern gibt es den Kathedralenplatz und die Rüstkammer zu besichtigen.
Kathedralenplatz innerhalb der Kremlmauer.
Präsidentenpalast
Die Zarenglocke - eine der größten weltweit.
Die größte Kanone der Welt (hat allerdings noch nie geschossen, was angesichts der riesigen Kugeln auch besser so ist).
Bei unseren Spaziergängen durch die Stadt kamen wir vorbei an der Christus-Erlöser-Kathedrale, ebenfalls ein Wahrzeichen der Stadt.
Wie winzig die anderen Gebäude dagegen wirken...
 Und wir ließen uns durch  die zahlreichen grünen Oasen der Stadt treiben. Die schönste war der Gorki-Park, wo wir uns mit den zahlreichen Springbrunnen, Karussells und Zuckerwatteständen ein paar Jahrzehnte zurück versetzt fühlten.
Das Eingangsportal des Gorki-Parkes.
Selbstgemachte Limonade.
Zuckerwatte, so groß wie Susis Kopf :-)

Selbst bei unseren Fahrten mit der Metro gab es Seightseeingprogramm, da die Sttationen unterirdischen Palästen gleichen.
An unserem letzten Abend entdeckten wir hinterd em Bolschoi Theater ein Straßenkonzert. Mit Bier und russischer Rockmusik ließen wir also unseren letzten Abend der Reise ausklingen und überlegten, ob uns überhaupt schon der Sinn danach stehet, morgen die Heimreise anzutreten...
Der Nachhauseweg durch das nächtliche Moskau war nochmal richtig schön:
Das Bolschoi Theather.
Die Basilius Kathedrale.
Das Warenhaus GUM.
So, das wars dann wohl.... wir melden uns morgen aber nochmal!

Sonntag, 28. Juni 2015

Mythos Transsibirische Eisenbahn ?


Unsere 2. Reise, diesmal mit der Transsibirischen Eisenbahn, traten wir am Donnerstagmorgen an. Von Irkutsk aus dauert es 3 Tage quer durch Sibirien bis nach Moskau. Da Russland in 6 Zeitzonen unterteilt ist, wird die „normale“ Zeit immer nach der Moskauer Zeit angegeben. So auch unsere Zugabfahrtszeit. Laut Moskauer Zeit ging es 1:47Uhr nachts am Bahnhof in Irkutsk los. Da wir der Zeit allerdings 5 Stunden voraus sind, mussten wir erst 6:47 Ortszeit am Bahnhof sein.

Nix los am Irkutsker Bahnhof morgens um 6.
Da kommt sie, die Transsibirische Eisenbahn.


Diesmal hatten wir uns dazu entschieden in der 3. Klasse zu fahren, d.h. in einem Wagon befinden sich keine Abteile mit je 4 Betten, sondern 52 Betten  ohne Wände. Und diese waren alle voll belegt. Unser Abteil war vollgestopft bis unter die Decke mit russischen Soldaten, die gerade ihre einjährige Dienstzeit in Wladivostok hinter sich gebracht hatten und nun nach Hause fuhren. An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass es im gesamten Zug keine Duschen gibt (auch nicht in der der 1. Klasse) und die Fenster allesamt nicht zu öffnen gehen ;-) Dafür kostete uns die 5206 km lange Fahrt auch nur 200€ für jeden.





Die Landschaft an sich war auf dieser Strecke leider nicht mehr so abwechslungsreich, wie bei unserer ersten Fahrt. Wir fuhren eigentlich komplette 3 Tage durch Birkenwälder und Wiesen…hätte auch in Deutschland sein können... Gefreut hatten wir uns auch darauf, durch das Uralgebirge zu fahren. Leider ist es an der Stelle, wo die heutige Streckenführung entlang geht, gerade mal 500 Höhenmeter hoch und das Landschaftsbild hat sich nicht geändert...schade.






Zwischendurch haben wir an den größeren Bahnhöfen gehalten. Die Zeit nutzten wir oft, um bei den russischen Babuschkas unsere Verpflegung zu kaufen. Es gab frisch gekochte Kartoffeln mit Frikadellen, gefüllte Teigtaschen, Würstchen im Schlafrock und selbstgemachte Salzgurken.




Pelze wurden auch direkt am Bahnsteig verkauft


Der Bahnhof in Novosibirsk - der größten Stadt Sibiriens.
Auf unserer Reise lernten wir 4 Mädels kennen, die hier in Russland ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren und in Projekten mit Schwerstbehinderten arbeiten. Gerade hatten sie 2 Wochen Urlaub und waren ebenfalls am Baikalsee. Von ihnen haben wir viel erfahren über das Leben und die Versorgung von Menschen mit Behinderung (die meisten leben in Heimen) und wir finden echt Wahnsinn, was die Mädels da leisten.
Not macht erfinderisch: Haare waschen am Bahnsteig, da es keine Dusche gibt...
Insgesamt mussten wir feststellen, dass die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn vielleicht auch ein klein wenig ein Mythos ist. Klar, ist es die längste Bahnstrecke der Welt und somit definitiv schon etwas Besonderes. Von Wladivostok bis Moskau legt der Zug innerhalb von 7 Tagen 9298 Kilometer zurück. Auch die Geschichte des Baus, mit der wir uns unterwegs dank unseres Reiseführers ein weing beschäftigt haben, ist schon die Reise wert. Allerdings sind wir drei Tage durch die sibirische Taiga gefahren, was uns landschaftlich jetzt nicht wirklich vom Hocker gehauen hat. Vielleicht sind wir auch einfach nur verwöhnt, da die Reise mit der Transmongolischen Bahn von Peking bis Irkutsk bei nahezu jedem Kilometer ein Highlight war! Wenn man diese Reise luxuriöser haben möchte und in den einzelnen Orten anhalten und die besten Dinge sehen möchte, dann hat man natürlich immer noch die Wahl mit der Touri-Bahn, dem Zarengold-Sonderzug, zu fahren. Da kann man aber einen Betrag hinlegen, der in etwas 50mal so hoch ist, wie den, den wir bezahlt haben ;-)

Wir haben es dennoch nicht bereut, diese Fahrt gemacht zu haben. Wir haben wieder tolle Menschen kennen gelernt und auf jeden Fall noch eine weitere Erkenntnis dazu gewonnen: Russland ist RIESENGROSS! Das wussten wir zwar vorher auch schon, aber auf unserer dreitägigen Reise haben wir ein richtiges Gefühl dafür bekommen, wie weitläufig dieses Land ist.



Ankunft in Moskau: Sonntag, 28. Juni 2015 um 6:01Uhr.

Unsere Lok wurde unterwegs übrigens 3x ausgetauscht.

Ankunft in der Hauptstadt Moskau.

Insgesamt 9298 Kilometer hat die Bahn zurück gelegt.