Dienstag, 17. März 2015

4 Tage Entspannung gebucht – 8 Tage Adrenalinurlaub bekommen



Ja, was sollen wir sagen? Wir sind erst einmal froh, wieder auf dem Festland angekommen zu sein…


Am Dienstag starteten wir recht zuversichtlich in unsere Südsee-Insel-Tour. Wir starteten 8.30 Uhr im Hafen von Nadi und konnten uns für die nächsten 4 Nächte jeweils eine Insel und ein „Resort“ aussuchen (Der Begriff „Resort“ wird auf Fiji für JEDE Unterkunft verwendet und hat nichts zu sagen ;-) ). Wir wollten bei den südlichen Inselgruppen beginnen und im Laufe der Reise immer weiter nach Norden kommen. Das Speedboot, was jeden Tag von Insel zu Insel fährt, sollte uns jeden Tag zu einem neuen Ziel bringen.

Unser erstes Ziel war die Insel Wayalailai. Das Wetter sah super aus und auch die erste Bootsfahrt versprach kleine, ruhige Inselparadiese. 
Es ist allerdings so, dass der große Catermaran nicht allzu nah an die Küsten heranfahren kann, da sonst die Riffe vor den Küsten zerstört werden würden. Aus diesem Grund wird man vom großen Bott auf kleine Nussschalen, mit Sitz auf dem Bootsboden, verladen, natürlich inklusive Gepäck. Dort bekamen wir das erste Mal den wirklichen Seegang zu spüren und kamen klitschnass auf der Insel an. 

Auf dem Felsen steht ein fijianischer Krieger, der uns zur Begrüßung winkte
Die Insel Wayalailai hat ca. 300 Einwohner, die auf insgesamt 4 Dörfer verteilt sind. Unser Resort wurde von den Bewohnern eines der Dörfer betrieben, was auch bedeutet, dass das Geld von uns direkt im Dorf bleibt (was natürlich super ist!). Da gerade Nebensaison ist, waren wir nur 11 Gäste, wodurch die Atmosphäre sehr familiär wurde.
Unsere erste Bekanntschaft unter den Gästen: Nadav aus Israel
Traditionelle fijianische Häuser, genannt "Bure"


Am Abend wollten wir eine Wanderung zum Sonnenuntergang machen. Dies erwies sich allerdings als Wettlauf durch schulterhohes Schneidegrass ohne richtigen Weg und Kletterpartien über Felsen. Unser Guide Marcel rannte barfuss (!) vor uns her und wir schweißgebadet hinter ihm her. Manchmal gab es ungewollte Pausen, da Marcel im Dschungel nicht mehr zu sehen war und wir den Weg nicht erkannten.
Erste Zwischenetappe geschafft

Nach einer Stunde bergauf waren wir zunächst glücklich es geschafft zu haben, bis uns auffiel, dass wir die Strecke im Dunkeln wieder runter müssen. Naja, aber erstmal den Moment genießen und Sonnenuntergang schauen.

Erschöpft-aber die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt!


Der Rückweg durch den stockdunklen Wald gestaltete sich dann doch etwas besser als erwartet und wir kamen fast unversehrt wieder im Dorf an.
Das wird wohl nixmit den schönen braungebrannten Beinen aus der Südsee zurückzukommen


Am Abend luden uns die Dorfbewohner zu einer Kava-Zeremonie ein. Kava ist ein Getränk aus der klein gemahlenen Kavawurzel (ein Baum auf Fiji), das mit Wasser vermischt wird. Geschmacklich nicht gerade eine Delikatesse. Es betäubt die Zunge und den Gaumen und schließlich auch einen selbst. Die Fijianer meinen, es hat eine beruhigende Wirkung und gilt als Gegenteil von Alkohol. 

Die Dorfbewohner erzählten uns sehr viel über die Kultur der Fijianer und nebenbei erwähnten sie dann auch, dass in den nächsten Tagen eine Zyklone auf Fiji treffen wird. Aber kein Grund zur Sorge, das ist erst am Donnerstag oder Freitag der Fall. (An dieser Stelle sei kurz die fijianische Lebensweise erklärt: Die Fijianer kümmern sich nicht darum, was der nächste Tag bringen wird, sie leben einfach nur im Hier und Jetzt. Es wird absolut nichts voraus geplant und natürlich gibt es auch keinerlei Vorsorgemaßnahmen (wie z.B. Rente). 

Also ist es ihnen auch herzlich egal, dass in 2 Tagen eine Zyklone kommt, ist ja schließlich nicht jetzt!




2 Kommentare:

  1. Weiterhin gute Reise - tolle Eindrücke aus der Südsee. Ich hoffe, ihr konntet den Sturm umgehen...naja, der Pazifik ist ja groß!

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  2. Bitte Kavawurzel mitbringen! �� klingt irgendwie interessant �� �� schöne Reise noch ✌

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