Ja, was sollen wir sagen? Wir sind erst einmal froh, wieder
auf dem Festland angekommen zu sein…
Am Dienstag starteten wir recht zuversichtlich in unsere
Südsee-Insel-Tour. Wir starteten 8.30 Uhr im Hafen von Nadi und konnten uns für
die nächsten 4 Nächte jeweils eine Insel und ein „Resort“ aussuchen (Der
Begriff „Resort“ wird auf Fiji für JEDE Unterkunft verwendet und hat nichts zu
sagen ;-) ). Wir wollten bei den südlichen Inselgruppen beginnen und im
Laufe der Reise immer weiter nach Norden kommen. Das Speedboot, was jeden Tag
von Insel zu Insel fährt, sollte uns jeden Tag zu einem neuen Ziel bringen.
Unser erstes Ziel war die Insel Wayalailai. Das Wetter sah
super aus und auch die erste Bootsfahrt versprach kleine, ruhige
Inselparadiese.
Es ist allerdings so, dass der große Catermaran nicht allzu
nah an die Küsten heranfahren kann, da sonst die Riffe vor den Küsten zerstört
werden würden. Aus diesem Grund wird man vom großen Bott auf kleine Nussschalen,
mit Sitz auf dem Bootsboden, verladen, natürlich inklusive Gepäck. Dort bekamen
wir das erste Mal den wirklichen Seegang zu spüren und kamen klitschnass auf
der Insel an.
Die Insel Wayalailai hat ca. 300 Einwohner, die auf
insgesamt 4 Dörfer verteilt sind. Unser Resort wurde von den Bewohnern eines
der Dörfer betrieben, was auch bedeutet, dass das Geld von uns direkt im Dorf
bleibt (was natürlich super ist!). Da gerade Nebensaison ist, waren wir nur 11
Gäste, wodurch die Atmosphäre sehr familiär wurde.
| Unsere erste Bekanntschaft unter den Gästen: Nadav aus Israel |
| Traditionelle fijianische Häuser, genannt "Bure" |
Am Abend wollten wir eine Wanderung zum Sonnenuntergang
machen. Dies erwies sich allerdings als Wettlauf durch schulterhohes
Schneidegrass ohne richtigen Weg und Kletterpartien über Felsen. Unser Guide
Marcel rannte barfuss (!) vor uns her und wir schweißgebadet hinter ihm her. Manchmal gab
es ungewollte Pausen, da Marcel im Dschungel nicht mehr zu sehen war und wir
den Weg nicht erkannten.
| Erste Zwischenetappe geschafft |
Nach einer Stunde bergauf waren wir zunächst glücklich es
geschafft zu haben, bis uns auffiel, dass wir die Strecke im Dunkeln wieder
runter müssen. Naja, aber erstmal den Moment genießen und Sonnenuntergang
schauen.
| Erschöpft-aber die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt! |
Der Rückweg durch den stockdunklen Wald gestaltete sich dann
doch etwas besser als erwartet und wir kamen fast unversehrt wieder im Dorf an.
| Das wird wohl nixmit den schönen braungebrannten Beinen aus der Südsee zurückzukommen |
Am Abend luden uns die Dorfbewohner zu einer Kava-Zeremonie
ein. Kava ist ein Getränk aus der klein gemahlenen Kavawurzel (ein Baum auf
Fiji), das mit Wasser vermischt wird. Geschmacklich nicht gerade eine
Delikatesse. Es betäubt die Zunge und den Gaumen und schließlich auch einen
selbst. Die Fijianer meinen, es hat eine beruhigende Wirkung und gilt als
Gegenteil von Alkohol.
Die Dorfbewohner erzählten uns sehr viel über die Kultur der
Fijianer und nebenbei erwähnten sie dann auch, dass in den nächsten Tagen eine
Zyklone auf Fiji treffen wird. Aber kein Grund zur Sorge, das ist erst am
Donnerstag oder Freitag der Fall. (An dieser Stelle sei kurz die fijianische
Lebensweise erklärt: Die Fijianer kümmern sich nicht darum, was der nächste Tag
bringen wird, sie leben einfach nur im Hier und Jetzt. Es wird absolut nichts
voraus geplant und natürlich gibt es auch keinerlei Vorsorgemaßnahmen (wie z.B.
Rente).
Also ist es ihnen auch herzlich egal, dass in 2 Tagen eine Zyklone
kommt, ist ja schließlich nicht jetzt!
Weiterhin gute Reise - tolle Eindrücke aus der Südsee. Ich hoffe, ihr konntet den Sturm umgehen...naja, der Pazifik ist ja groß!
AntwortenLöschenBitte Kavawurzel mitbringen! �� klingt irgendwie interessant �� �� schöne Reise noch ✌
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