Noch vor dem Mittag kam unser Speedboot, um uns auf die
nächste Insel – Naviti – zu bringen. Zwei Mädels aus unserer Gruppe (Julia und
Lisa) kamen auch mit uns, die restlichen 3 wollten wir dann am Freitag auf der
nächsten Insel wiedersehen. Doch daraus wurde leider nichts…
Angekommen in White Sandy Beach ließen wir es uns gut gehen,
baumelten in der Hängematte und lernten, Kokosnüsse zu knacken. Alles in allem
(endlich) ein ruhiger und unaufregender Fijitag.
Unsere Gruppe hier bestand aus 6 Norwegern, 5 Engländern und
5 Deutschen und nicht zu vergessen den Mitarbeitern von White Sandy, die alle
wirklich unheimlich nett waren.
| Unsere "Bure" |
| Der Ausblick vom Bett aus |
| Kurze Mittagspause. Haie streicheln ist ganz schön anstrengend! |
| Unser Bett mit Moskitonetz, unabdingbar! Aber eher zum Schutz vor den Kakerlaken |
| Unsere Dusche. Warmes Wasser und Internet gab es (natürlich) nicht |
Die Entspannung hielt genau bis zum nächsten Morgen an. Am
Frühstückstisch verkündetet Sally (eine der Mitarbeiterinnen in White Sandy
Beach), dass das Boot heute (Donnerstag, 12.03.) nicht kommen wird. Upps. Naja,
was solls, bleiben wir noch einen Tag länger, wir fühlen uns hier schließlich
wohl.
Doch im Laufe des Tages wurde immer klarer, dass wir wohl
noch ein Weilchen länger hier bleiben würden. Die Fijianer erzählten uns, dass
die Zyklone, die zu den Fijiinseln unterwegs ist, uns wohl am Samstag erreichen
soll. Kein wirklich guter Gedanke und der derzeit herrschende Wind und Regen
trug auch nicht gerade dazu bei, angstfrei zu bleiben.
In den nächsten 2 Tagen beruhigte sich die Lage ein wenig,
da die Mitarbeiter stets versuchten uns mit aktuellen Nachrichten zu versorgen
und wir begannen uns ziemlich sicher in unserer Bucht zu fühlen (obwohl die
Unwetter in der Nacht schon etwas beängstigend waren). Wir verbrachten die Tage
also mit sehr viel chillen in der Hängematte und Christian wurde in die
Rugbymannschaft aufgenommen, die jeden Nachmittag im Dorf trainierte.
Irgendwann erreichte
uns auch die Nachricht, dass Zyklon „Pam“ bereits auf die Insel Vanuatu weiter
nördlich getroffen ist und nun nach Neuseeland und Australien abdriftet.
Am Samstag sollte es dann endlich so weit sein: das
Speedboot sollte kommen und uns alle wieder zurück aufs Festland bringen. Es
wurde auch höchste Zeit, denn anhand der Mahlzeiten war zu merken, dass die
Lebensmittel langsam ausgingen, Trinkwasser hatten wir auch schon keins
mehr und die Zeiten, in denen Strom zugeschaltet wurde, wurden auch immer
kürzer, da wir Öl sparen mussten. Darüber hinaus gingen am Sonntag die Flüge
der Norweger und Engländer.
Gegen Mittag dann die ernüchternde Nachricht: das Boot kann
nicht kommen, das Meer ist einfach noch zu aufgewühlt. Puh…langsam wurde es
anstrengend jeden Tag darauf zu warten, abgeholt zu werden und das Regenwasser
schmeckte auch nicht sonderlich gut…
| Gürtel-Steckdosen-Konstruktion: bei nur wenigen Stunden Srom und einer Steckdosen muss man eben erfinderisch sein |
Am Sonntag gab es dann ein ziemliches Durcheinander: erst
hieß es das Boot kommt, gegen Mittag hieß es dann doch nicht und dann wieder,
dass es kommt, aber nicht in unserer Bucht halten kann, da es zu gefährlich
sei. Einzige Möglichkeit von der Insel wegzukommen: ein 1,5stündiger Marsch
über 2 Berge durch den Dschungel bis in die nächste Bucht (natürlich mit
gesamtem Gepäck), wo das Wasser ruhiger ist. Da alle außer wir diese
Möglichkeit wahrnehmen mussten, gab es einen überstürzten Aufbruch. Aber solange noch Bier da ist, sahen wir keinen Grund uns den Stress
anzutun (unser Flug nach Sydney geht am Mittwoch), zumal uns zugesichert wurde,
dass das Boot am Montag definitiv kommen soll. Also noch ein letztes Mal
Sonnenuntergang genießen und abwarten.
| "Unsere" Bucht: der Sturm hatte leider ganz schön viel angespült |
| letzter Sonnenuntergang am Sonntag Abend - oder doch nicht?!? |
Am nächsten Morgen bekamen wir gleich zum Frühstück zu
spüren, dass wir nun alleinige Gäste des Resorts waren. Wirklich süß, wie sich
alle um uns kümmerten.
Danach hieß es für uns Tasche packen, auschecken und aufs
Boot warten. Es hatte sich für 14.30Uhr angemeldet. 15.00Uhr rief der Kaptain
vom Boot an: Er kann nicht kommen, das Meer ist zu rau. Wie biite was?? Och
nee…langsam macht es wirklich keinen Spaß mehr.
Die Mitarbeiter sahen uns unseren Ärger an und hatten wohl
ganz schön Mitleid, was sich darin äußerte, dass wir fortan alles kostenlos
bekamen (Übernachtung, Mahlzeiten, Getränke) und sogar noch einmal eine neue
Bure beziehen durften. Naja, was sollten wir machen, alles halb so wild, wir
haben ja noch einen Tag Zeit bis unser Flug nach Sydney geht…
| 6 Nächte, eine hatten wir tatsächlich gebucht |
| Unser neues Bad, diesmal sogar mit Badewanne |
Krasse Sache!, aber irgendwie abenteuerlich und cool 😎
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