Samstag, 21. März 2015

Endlich mal wieder Großstadt - 2 Tage in Sydney



Der beste Weg sich in einer neuen Stadt zurecht zu finden ist, wenn man gleich zu Beginn eine Stadtführung (bzw. eine Stadtrundfahrt) macht. Haben wir uns zumindest gedacht und es nicht bereut. Wie in fast jeder Großstadt, so wird auch in Sydney täglich eine so genannte „Free Walking Tour“ angeboten. Heißt, man kann kostenlos teilnehmen und gibt am Ende ein Trinkgeld. Und damit das Trinkgeld möglichst hoch ausfällt, geben sich die Guides immer besonders große Mühe. So war es auch bei unserer Stadtführerin Danaka. Sie führte uns ganze 3 Stunden durch Sydney und erzählte viel über die Geschichte, praktische Tipps (wie z.B. die Nutzung des ÖPNV) und auch lustige Anekdoten. 
Das QueenVictoria Building - heute ein Shopping Centre
St. Mary Cathedral im Hyde Park
Mix aus alt und neu: kleine St. James Kirche (re) und das höchste Gebäude in Sydney, der Tower Eye (li)

Wildschweinnase streicheln soll Glück bringen
Die Wappentiere Australiens: das Kängeru und ein Emu. Beide landen auch des öfteren auf australischen Speisekarten.
Nachdem wir alle Sehenswürdigkeiten „abgegrast“ hatten, fanden wir uns super zurecht und erkundeten Sydney noch ein wenig auf eigene Faust. Sydney ist eine sehr junge Stadt, bedingt durch die späte Entdeckung Australiens. James Cook landete am 19. April 1770 in der Bucht, die heute den Hafen von Sydney ausmacht. Zunächst (seit 1788) wurde Australien von den Engländern als Gefängnis benutzt. Sie brachten einfach ihre Sträflinge aus England nach Australien, sodass die Gegend um Sydney als riesiges Open-Air-Gefangenenlager diente. Davor wurde das Gebiet seit über 40000 Jahren von den Ureinwohnern Australiens, den Aborigines, bewohnt. Sie wurden von den Engländern allerdings gewaltsam vertrieben und tw. sogar unterworfen. 
Sydney Opera House

Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts begannen Züge einer Stadt erkennbar zu werden, die bis heute zu Australiens größter und ältester Stadt mit 4,5 Mio Einwohnern gewachsen ist. Australien war übrigens bis 1901 englische Kolonie, zählt aber immer noch zum Britisch Empire (ist aber eigenständig).

Insgesamt ist Sydney eine wundervolle Stadt und wirkt gar nicht so richtig wie eine Weltmetropole, sondern eher etwas beschaulich und unaufgeregt mit entspannter Atmosphäre. Bei unserem Stadtrundgang haben sich stets „alte“ Gebäude (um 1800 erbaut) mit neuen modernen Wolkenkratzern abgewechselt, was uns richtig gut gefallen hat.
Im Hintergrund die Harbour Bridge

Die erste Begegnung mit einem australischen Ureinwohner

Am Abend waren wir noch auf einem (kostenlosen) Festival im Hyde Park, auch ein Tipp unserer Stadtführerin und im Stadtteil Kings Cross, dem früheren Rotlichtviertel (und ein bisschen ist es das immer noch).
Gin-Verkostung - da sagen wir nicht Nein!
Am Samstag mussten wir noch vor 16.00 Uhr unseren Campervan etwas außerhalb der Stadt in Empfang nehmen, weshalb uns also nur der Vormittag für Sydney blieb. Wir besuchten den Fisch Markt, laut unserer Stadtführerin der größte Fisch Markt in der südlichen Hemisphäre. Und auch wir finden: definitiv sehenswert. 
Unglaublich, was es für riesige Krebse gibt
Das große Etwas im Vordergrund war mal ein Schwertfisch.
Hummer für umgerechnet 90€ pro Kilo.Und der wiegt bestimmt nicht nur ein Kilo...

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