Nach der 6. Nacht hieß es dann am Dienstag endlich: das Boot
holt uns ab! Yeah! Gemeinsam mit 3 Mitarbeitern von White Sandy Beach erreichten wir nach insgesamt 5
Stunden Fahrtzeit wieder die Hauptinsel und den Hafen von Nadi.
Alles in allem war es eine wirklich krasse Erfahrung so
lange von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Natürlich ärgern wir uns sehr
über die Zeit, in der wir eigentlich soooo viel von Fiji sehen wollten und
letztlich nur an einem Ort gehangen haben. Aber jedes Schlechte hat ja auch
immer sein Gutes: Wir haben in der Zeit so nette Menschen zu Freunden gewonnen.
| Leps, Susi und Cilla |
Darüber hinaus durften wir lernen, dass die Inselbewohner
wirklich Meister der Selbstversorgung sind! Obwohl unsere Mahlzeiten nur aus Dingen bestanden, die auf
der Insel zu finden sind, haben die Fijianer uns jeden Tag etwas anderes „gezaubert“
(anders kann man es wirklich nicht nennen). Es gab jeden Tag Bananen,
Brotfrucht (schmeckt fast wie Kartoffel), Fisch und Meeresfrüchte, Kokosnuss, Ananas, Papaya, Karotten, Kohl und Reis und das immer in einer
anderen Kombination. Und immer lecker.
Am Freitagabend, als unsere Gruppe noch vollständig war,
wurden wir auf traditionelle fijianische Weise bekocht. Dabei werden Kokosnussschalen
mit Bananenblättern und Kokosraspel gefüllt und Meeresfrüchte und Brotfrüchte
1-2 Stunden im Erdofen gegart.
| Vorbereitungen fürs Abendessen: Muscheln öffnen |
Und so sieht das Ganze dann auf dem Teller aus: Wirklich sehr lecker. Nur die Krabbe war etwas gewöhnungsbedürftig.
Wenn wir jetzt im Nachhinein die Bilder der Verwüstung sehen, die Zyklon „Pam“ auf Vanuatu hinterlassen hat, können wir einfach nur von Glück reden, dass es uns nicht getroffen hat! Immerhin waren wir lediglich 1337 km davon entfernt und haben den Rand der Zyklone erlebt. Selbst diese Windstärken (die wahrscheinlich nichts gegen einen Zyklon der höchsten Stufe 5 sind), waren teilweise schon beängstigend und haben so manches auf unserer Insel nicht an seinem Platz gehalten.
Nun freuen wir uns wieder auf eine warme Dusche und darauf ins Bett zu gehen, ohne vorher 3 Kakerlaken im Zimmer jagen zu müssen. Und wir freuen uns riesig auf die Großstadt Sydney – endlich mal wieder Lärm, viele Menschen und viele verschiedene Straßen und Gebäude zum anschauen.
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