Dienstag, 17. März 2015

Fortsetzung unseres "Entspannungsurlaubes" vom 10.-17. März Teil 2



Noch vor dem Mittag kam unser Speedboot, um uns auf die nächste Insel – Naviti – zu bringen. Zwei Mädels aus unserer Gruppe (Julia und Lisa) kamen auch mit uns, die restlichen 3 wollten wir dann am Freitag auf der nächsten Insel wiedersehen. Doch daraus wurde leider nichts…

Angekommen in White Sandy Beach ließen wir es uns gut gehen, baumelten in der Hängematte und lernten, Kokosnüsse zu knacken. Alles in allem (endlich) ein ruhiger und unaufregender Fijitag.

Unsere Gruppe hier bestand aus 6 Norwegern, 5 Engländern und 5 Deutschen und nicht zu vergessen den Mitarbeitern von White Sandy, die alle wirklich unheimlich nett waren.

Unsere "Bure"
Der Ausblick vom Bett aus


Kurze Mittagspause. Haie streicheln ist ganz schön anstrengend!
Unser Bett mit Moskitonetz, unabdingbar! Aber eher zum Schutz vor den Kakerlaken
Unsere Dusche. Warmes Wasser und Internet gab es (natürlich) nicht


Die Entspannung hielt genau bis zum nächsten Morgen an. Am Frühstückstisch verkündetet Sally (eine der Mitarbeiterinnen in White Sandy Beach), dass das Boot heute (Donnerstag, 12.03.) nicht kommen wird. Upps. Naja, was solls, bleiben wir noch einen Tag länger, wir fühlen uns hier schließlich wohl.

Doch im Laufe des Tages wurde immer klarer, dass wir wohl noch ein Weilchen länger hier bleiben würden. Die Fijianer erzählten uns, dass die Zyklone, die zu den Fijiinseln unterwegs ist, uns wohl am Samstag erreichen soll. Kein wirklich guter Gedanke und der derzeit herrschende Wind und Regen trug auch nicht gerade dazu bei, angstfrei zu bleiben.
In den nächsten 2 Tagen beruhigte sich die Lage ein wenig, da die Mitarbeiter stets versuchten uns mit aktuellen Nachrichten zu versorgen und wir begannen uns ziemlich sicher in unserer Bucht zu fühlen (obwohl die Unwetter in der Nacht schon etwas beängstigend waren). Wir verbrachten die Tage also mit sehr viel chillen in der Hängematte und Christian wurde in die Rugbymannschaft aufgenommen, die jeden Nachmittag im Dorf trainierte. 
Irgendwann erreichte uns auch die Nachricht, dass Zyklon „Pam“ bereits auf die Insel Vanuatu weiter nördlich getroffen ist und nun nach Neuseeland und Australien abdriftet. 

Am Samstag sollte es dann endlich so weit sein: das Speedboot sollte kommen und uns alle wieder zurück aufs Festland bringen. Es wurde auch höchste Zeit, denn anhand der Mahlzeiten war zu merken, dass die Lebensmittel langsam ausgingen, Trinkwasser hatten wir auch schon keins mehr und die Zeiten, in denen Strom zugeschaltet wurde, wurden auch immer kürzer, da wir Öl sparen mussten. Darüber hinaus gingen am Sonntag die Flüge der Norweger und Engländer.

Gegen Mittag dann die ernüchternde Nachricht: das Boot kann nicht kommen, das Meer ist einfach noch zu aufgewühlt. Puh…langsam wurde es anstrengend jeden Tag darauf zu warten, abgeholt zu werden und das Regenwasser schmeckte auch nicht sonderlich gut…
Gürtel-Steckdosen-Konstruktion: bei nur wenigen Stunden Srom und einer Steckdosen muss man eben erfinderisch sein


Am Sonntag gab es dann ein ziemliches Durcheinander: erst hieß es das Boot kommt, gegen Mittag hieß es dann doch nicht und dann wieder, dass es kommt, aber nicht in unserer Bucht halten kann, da es zu gefährlich sei. Einzige Möglichkeit von der Insel wegzukommen: ein 1,5stündiger Marsch über 2 Berge durch den Dschungel bis in die nächste Bucht (natürlich mit gesamtem Gepäck), wo das Wasser ruhiger ist. Da alle außer wir diese Möglichkeit wahrnehmen mussten, gab es einen überstürzten Aufbruch. Aber solange noch Bier da ist, sahen wir keinen Grund uns den Stress anzutun (unser Flug nach Sydney geht am Mittwoch), zumal uns zugesichert wurde, dass das Boot am Montag definitiv kommen soll. Also noch ein letztes Mal Sonnenuntergang genießen und abwarten.
"Unsere" Bucht: der Sturm hatte leider ganz schön viel angespült
letzter Sonnenuntergang am Sonntag Abend - oder doch nicht?!?
Am nächsten Morgen bekamen wir gleich zum Frühstück zu spüren, dass wir nun alleinige Gäste des Resorts waren. Wirklich süß, wie sich alle um uns kümmerten.
Danach hieß es für uns Tasche packen, auschecken und aufs Boot warten. Es hatte sich für 14.30Uhr angemeldet. 15.00Uhr rief der Kaptain vom Boot an: Er kann nicht kommen, das Meer ist zu rau. Wie biite was?? Och nee…langsam macht es wirklich keinen Spaß mehr.

Die Mitarbeiter sahen uns unseren Ärger an und hatten wohl ganz schön Mitleid, was sich darin äußerte, dass wir fortan alles kostenlos bekamen (Übernachtung, Mahlzeiten, Getränke) und sogar noch einmal eine neue Bure beziehen durften. Naja, was sollten wir machen, alles halb so wild, wir haben ja noch einen Tag Zeit bis unser Flug nach Sydney geht…
6 Nächte, eine hatten wir tatsächlich gebucht
Unser neues Bad, diesmal sogar mit Badewanne
Und Phillip hat es auch gefallen, also was sollten wir machen ;-)

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