... so auch unser Frühstück heute!
Da wir uns entschlossen hatten noch eine Nacht länger in
Singapur zu bleiben, mussten wir noch einmal das Hostel wechseln, weil unseres
bereits ausgebucht war. Das neue Hostel bot kein Frühstück an, weshalb wir uns
in der Stadt auf die Suche nach einem Café machten.
Normalerweise nehmen wir täglich den gesamten Zuckerbedarf
eines Tages bereits zum Frühstück zu uns. Das kostenlose Frühstück der Hostels
beinhaltet entweder Cornflakes (also Choco Pops, Fruit Loops oder was es da
sonst noch so an Zucker- und Farbstoffbomben gibt) oder Toast mit Marmelade
(die oft nach Gummibärchen schmeckt, also ebenfalls als chemische Zuckerbombe
durchgeht). Aber essen tun wirs dennoch ;-)
Heute machten wir uns also auf die Suche nach einem Café und
freuten uns schon auf ein herzhaftes Frühstück mit Schinken-Käse-Toast und
Spiegelei. So sah es zumindest auf den Bildern aus. Was wir dann bekamen waren:
super leckere Schinken-Käse-Sandwiches, Kaffee und je 2 Eier, welche für 3
Minuten im warmen Wasser gedämpft wurden (für unsere Begriffe also roh, für die
Cafébesitzerin genau richtig). Als Christian sie fragte, ob sie uns die Eier
noch ein paar Minütchen in der Pfanne braten könnte, meinte sie nur „ No! No!“, kam zu uns an den Tisch und erklärte uns, wie man die rohen Eier richtig isst,
bzw. trinkt.
Der ganze Spaß wird mit Pfeffer und Sojasoße verrührt und dann wird je die Hälfte der Eier mit Kaffee aufgegossen.
Die gute Frau freute sich nun ihres Lebens und war der vollen Überzeugung, dass es uns schmecken würde.
Letztendlich war es gar nicht so schlimm, wie es aussah und wir schafften jeder eine Untertasse zu trinken. Die Cafébesitzerin meinte dann noch, wir sollen das unbedingt unserer Familie und Freunden in Deutschland zeigen, weil es ja so toll schmeckt...Also wer Interesse hat: gebt Bescheid - wir machen euch ein leckeres Frühstück! (Aber wir werden dabei wohl nur zusehen ;-) )
Den Rest des Tages verbrachten wir damit, von Singapur nach Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, zu gelangen. Von Singapur aus gab es Direktverbindungen für Touristen mit klimatisierten Reisebussen, aber das wäre ja langweilig... Wir entschieden uns, den Weg der Einheimischen zu wählen und fuhren mit dem local bus zur Grenze (in dem wir offensichtlich die einzigen Europäer waren). Von dort aus sollte es Busverbindungen nach Kuala Lumpur geben.
Die Grenzüberquerung gestaltet sich folgendermaßen: man wir an der singapureanischen (heißt das so?) Grenze rausgelassen, geht zur Ausreise, steigt in den nächsten Bus wieder ein, fährt durchs Niemandsland bis zur Grenze von Malaysia, steigt wieder aus, geht zur Passkontrolle und holt das Visa und dann muss man noch zusehen, wie man mit einem weiteren Bus zum großen Busterminal für die Innlandsverbindungen kommt. Was man aber vor allem erst einmal braucht: Malaysische Ringit (die Währung Malaysias). Dies gestaltete sich als absolute Herausforderung, die uns eine ganze Stunde durch die Menschen fragen und hin- und herlaufen einbrachte (und das Ganze natürlich mit unserem gesamten Gepäck im Schlepptau). Als das dann endlich geschafft war, fuhren wir mit dem 3. Bus des Tages zum Busterminal und von dort aus war es ganz leicht einen Bus zur Hauptstadt zu bekommen. Dieser spuckte uns dann irgendwo im Nirgendwo aus, was für uns den Vorteil hatte, dass wir gleich das erste Mal mit der malaysischen Gastfreundschaft konfrontiert wurden. Eine sehr kompetente junge Dame verschaffte uns die Infos, wie wir vom Busterminal mit dem Zug in die Stadt kommen und wie wir von dort zu unserm Hostel gelangen sollten. Mittlerweile war es auch schon stockdunkel. Insgesamt waren wir über 10 Stunden unterwegs und abends doch recht froh über unser Bett.
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