Samstag, 18. April 2015

Höher...schneller...weiter...Singapur!



Singapur ist unsere erste Station auf dem asiatischen Kontinent. Ab jetzt haben wir keine genauen Pläne mehr, wo wir in den nächsten Wochen landen wollen, wie lange wir bleiben und was wir dort machen. Unser Plan ist, dass wir uns von der Südspitze der malayischen Halbinsel, also von Singapur und Malaysia nach Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam „durcharbeiten“. Ihr dürft also gespannt sein – wir sind es auch ;-)
Singapur ist ein Stadtstaat und gleichzeitig eine Insel, getrennt durch einen Fluss von der malaiischen Halbinsel. Die ursprüngliche/ natürliche Fläche der Stadt betrug einst 580 km², durch Landgewinnung (Erdmaterial von eigenen Bergen, vom Meeresboden und von den Nachbarstaaten) sind aber bereits über 150km² hinzugekommen und geplant ist sogar, dass die Fläche bis zum Jahr 2030 auf 800km² anwachsen soll. 

Die „Löwenstadt“ (= Übersetzung von „Singapur“ aus dem Sanskrit) hat uns vom ersten Moment an verzaubert. Es ist definitiv eine Stadt der Superlative. Das Geschäftsviertel rund um die Marina Bay, aber auch die kulturellen Stadtteile wie Chinatown und die Arab Street haben extrem viel zu bieten und verströmen ein angenehmes Flair. Zudem hat sie den Beinamen „Grüne Stadt“ mehr als verdient! Es hat uns hier so gut gefallen, dass wir unsere ursprünglich geplanten 2 Nächte gleich am ersten Tag um eine weitere Nacht verlängert haben.
Das Wahrzeichen der Stadt: Gardens by the Bay
Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: Das Marina Bay Sands - ein Hotel der Superlative.
Eine Übernachtung gibt es schon füf schlappe 280€.
Unter dem Vorwand oben auf der Dachterasse einen Cocktail trinken zu wollen, haben wir uns auf das Dach des Marina Bay Sands geschlichen (normalerweise kostet das Hochfahren nur zum Glotzen $20 pro Person). Es hat aber keiner mitbekommen, dass wir nichts getrunken haben (denn für den Preis eines Getränkes können wir im Foodcourt 3x Essen gehen!).

Von oben konnte man auch schön sehen, wie viele Schiffe gerade auf die Einfahrtserlaubnis in den größten Frachthafen der Welt warten:
Gleich nebenan: die Formel-1 Strecke für den GP Singapur. Sie führt mitten durch die Stadt.
Mal schauen, was in der Boxengasse so los ist...
Der Wagen fehlt noch, aber dann kanns los gehen.
Ein gaaaanz kleiner Ausschnitt der Orchard Street.

Singapur stand einst ebenfalls unter Britischer Herrschaft und wurde erst 1964 unabhängig. Von da an hat sich die Stadt von einem Entwicklungsland mit Massenarbeitslosigkeit und Elendsvierteln in die Top Ten der reichsten Länder der Welt hochgearbeitet. Und das innerhalb von nur 50 Jahren!
Zeitzeugen: Häuser im Kolonalstil.
Die Orchard Street: eine 3km lange Shoppingstraße. Das darf man sich jetzt aber nicht so vorstellen, dass sich dort Laden an Laden reiht - nein: es reiht sich ein 7-stöckiges Einkaufszentrum an ein weiteres 9-stöckiges Einkaufszentrum! Und das über 3 Kilometer, also die Strecke von Plessa nach Kahla...
Christian hat sich nur ein Eis ershoppt, Susi eine Handtasche.
Die 5,5 Millionen Einwohner Singapurs sind allesamt Einwanderer (es gibt also keine „Ureinwohner“), was sich auch im Stadtbild wieder spiegelt. So gibt es z.B. den Stadtteil „Little India“, den wir für unser Mittagessen aufsuchten oder auch einen ziemlich großen und seeehr hübschen „Chinatown“. 
Typische Ladengeschäfte in Little India: im UG das Geschaäft und darüber die Wohnung.
Indisches Curry traditionell auf Bananenblatt serviert und eigentlich wird alles mit der Hand gegessen.

Die hübschen Gassen von Chinatown.
Nachtmarkt in Chinatown.
Aufgrund der zahlreichen vertretenen Ethnien, gibt es auch die unterschiedlichsten Religionen. Für uns natürlich super, da wir neben einem Hindutempel in Little India und der Sultanmoschee auch einen wunderschönen chinesischen Tempel besuchen konnten.
Chinesischer Tempel
Susi wurde vor Eintritt in den Tempel erst einmal neu eingekleidet: Knie und Schultern müssen bedeckt sein.

So sieht Wäschetrocknen in einer Stadt aus, in der eine Wohnung ab $300.000 kostet:
Das Allerbeste an Singapur: die Food Courts. Riesige Hallen mit verschiedensten Essensständen aller vertretenen Völker für umgerechnet 1-4€ pro Portion. Wir haben uns durch die typischen Singapur-Gerichte geschlemmt: Laksa, frittierter Karottenkuchen und Popiah (= kleine Auswahl):

Laksa (scharfe Kokosmilchsuppe mit dicken Reisnudeln und Muscheln)

Popiah (mit Gemüse, Erdnüssen und scharfer Soße gefüllte Teigtaschen)

Singapur ist alles und eins ganz besonders, nämlich riesig. Wir haben aufgehört mitzuzählen, wie oft wir uns verlaufen haben. Und leider konnten uns die Einwohner auch selten weiterhelfen. Bestes Beispiel: Wir haben eine geschlagene Stunde damit verbracht, eine Bushaltestelle zu suchen, von der wir wussten, dass sie ganz in der Nähe sein muss. Natürlich fragten wir uns durch das Stadtviertel, aber Keiner wusste uns so richtig zu helfen. Am Ende kam heraus, dass wir die ganze Zeit im Kreis gelaufen sind , aber selbst die Bewohner scheinen keinen Plan zu haben, wo sie sich so richtig befinden. Naja, Willkommen in Asien! Das wird uns in den nächsten Wochen wohl noch häufiger so gehen…

Unseren letzten Abend genossen wir am Hafen:
Einer der Food Courts am Abend.
Allabendliche Lasershow des Hotels Marina Bay Sands.


1 Kommentar:

  1. ... bei einigen Fotos sieht es aus wie bei Avatar, unglaublich schöne Fotos

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