Die nächsten 2 Tage verbrachten wir damit, uns weiter in den
Süden des Landes vorzuarbeiten. Wir entschieden uns dafür tagsüber zu reisen,
da wir so mehr von Land und Leuten mitbekommen. Wie viel das am Ende wirklich
sein sollte, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht…
Normalerweise schafft man es auch gut in einem Tag von
Vientiane nach Pakse, was unser nächstes Ziel sein sollte. Allerdings hatten
wir wenig Lust auf 12 Stunden Bus fahren (so war es beim Ticketschalter angegeben
und wir wussten, dass dies zumeist sehr positiv formuliert war und die Busse
immer um einiges länger brauchten...).
Also sollte es am Sonntag von Vientiane nach Thakhek gehen
und von dort aus am nächsten Morgen weiter nach Pakse.
Zwei Tage lang ging es nun im überfüllten Local Bus ohne Klimaanlage durch Laos. Dabei sei noch anzumerken, dass gerademal 13% des gesamten Straßennetzes asphaltiert sind (wenn man es so nennen mag). Allerdings bewegten wir uns zum Großteil auch auf diesen 13%.
Auch wenn der Bus noch so alt und klapprig war, einen Fernseher musste es drinnen natürlich dennoch geben. Die gesamte Fahrt über wurden wir abwechselnd mit der laotischen Helene Fischer und dem laotischen Enrique Iglesias beschallt. Leider kamen unsere Mp3-Player nicht dagegen an und so mussten wir uns dem geschlagen geben.
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| Schräg vor uns saß eine Mönchsfrau (in gelb). |
Innerhalb der ersten 20 Minuten Fahrt hielten wir bereits 6 mal an, entweder um noch weitere Menschen oder Gepäckstücke einzuladen oder
aber um dem Busfahrer seinen Wochenmarkteinkauf zu ermöglichen, den er an den
Straßenständen zu tätigen schien.
Unterwegs hielten wir immer wieder unzählige Male an, um ein paar Straßenhändler in den Bus zu lassen. Sie boten ihre Waren, z.B. sticky rice, gefüllte Eier oder gegrillte Hähnchenschenkel, an und quetschten sich damit durch die Reihen. Nach ein paar Kilometern wurden sie vom Busfahrer irgendwo im Nirgendwo wieder ausgesetzt. Wahrscheinlich nehmen sie dann den nächsten Bus zurück und das gleiche Spielchen beginnt von vorn.
Also verhungern kann man hier definitiv nicht. An jedem unserer unzähligen Stopps gab es ein Überangebot an Nahrungsmitteln.
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| Für uns gab es frische Mango mit Chilipulver. |
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| Und frisch gepressten Saft aus Zuckerrohr. |
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| Vollbesetzte Fahrzeuge, wohin man blickt. |
Über unseren Zwischenstopp in Thakhek waren wir zunächst sehr froh, da aus den angekündigten 6 Stunden Fahrtzeit dann doch 8 geworden waren und wir nicht noch einmal das doppelte an Zeit in diesem Bus verbringen wollten.
Allerdings stellte sich der Ort Thakhek als ein Dorf heraus, welches mehr Hunde als Einwohner hatte, die allesamt ziemlich unfreundlich gegenüber Fremden eingestellt waren. Zäune? Fehlanzeige! So "spazierten" wir durch den Ort, auf der Suche nach etwas Essbarem und wechselten aller paar Meter die Straßenseite, um nicht von den Hunden angebellt zu werden... Das hier überall Hunde frei herumlaufen sind wir seit Thailand absolut gewöhnt. Allerdings begegneten uns bisher ausschließlich friendly dogs und wir waren doch ganz schön erschrocken über die agressiveren Artgenossen hier. Die Kühe störten uns dagegen überhaupt nicht.
Zum Abendessen fanden wir ein Restaurant, das den typischen laotischen Tontopf anbot, d.h. selber kochen am Tisch war angesagt.
Am nächsten Morgen 8.00Uhr startete unsere Weiterreise nach Pakse. Sie verlief ungefähr genauso wie die erste Fahrt mit dem Local Bus, nur dass heute noch der gesamte Gang im Bus mit riesigen Kisten beladen war über die man krabbeln musste, um zu seinem Sitz zu gelangen. Nach weiteren 8 Stunden Fahrt hatten wir es zu unserem Ziel geschafft.
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| Unser Hotelzimmer in Pakse für 6€/ Nacht. |
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| Ein kleiner Ausschnitt der Stadt von oben. |
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