Zunächst verlief der Tag in Vientiane ganz gut, trotz der eher unbequemen Nacht. Wir wurden (wie immer) am Busbahnhof ausgespuckt, der natürlich (wie immer) meilenweit vom Stadtzentrum entfernt war. Also ging es zunächst in die Verhandlung mit den Tuk-Tuk-Fahrern und wir suchten uns ein nettes Guesthouse im Stadtzentrum.
Nach einem köstlichen französischen Frühstück mit Baguettes, RICHTIGEM Goudakäse (wieder so eine kleine Freude des Backpackerlebens) und Crossaints bummelten wir zum Triumphbogen, der dem in Paris nachgebaut wurde. Hier gilt es allerdings als Siegesdenkmal, welches den gefallenen Laoten der Revolution gewidmet ist. Von oben hatten wir einen schönen Blick über die Stadt.
| Hinduistische Symbole schmücken die Decke. |
| Einer der zahlreichen Straßenhändler. |
| Schon der Eingangsbereich des "Geschäftes" war zum kaputt lachen. |
Dann konnten wir uns also endlich auf den Weg zum Cope-Zentrum machen, welches sich mit einem traurigen Kapitel der laotischen Geschichte beschäftigt.
| Unterwegs noch schnell beim Straßenhändler ein paar Litchies zum Mittag erstanden. |
Laos gehört zu den am schwersten bombardierten Ländern der Welt. Während des Vietnamkrieges (1955-75) war Laos ein neutraler Staat. Allerdings liegt im Land ein großer Teil des Ho-Chi-Minh-Weges, der von den Vietnamesen als Schmuggelpfad für Waffen genutzt wurde. Aus Rache an den Vietminh ("Liga für die Unabhängigkeit Vietnams") bombardierte die USA Laos mit anhaltenden Flächenbombardements. Pro Einwohner wurden 2,5 Tonnen an Sprengsätzen abgeworfen, das sind mehr Bomben, als im Zweiten Weltkrieg auf Deutschland und Japan fielen.
Seit dem Ende des Krieges sind mehr als 11.000 Menschen, vor allem Kinder, durch diese Bomben getötet oder verletzt worden.
| Die roten Flächen sind noch heute voller Bomben. |
Die Clusterbomben verleiten oft Kinder, mit ihnen zu spielen, weshalb so viele der Opfer Kinder sind. Ein Großteil der Landbevölkerung ist überhaupt nicht darüber aufgeklärt, in welchem Gefahrengebiet sie leben. Deshlab laufen auch überall Aufklärungskampagnen, die in den Schulen der Dörfer die Bevölkerung informieren. Leider passieren immer noch zahlreiche Unfälle.
| Bereits gefundene und entschärfte Bomben. |
| Das Cope-Zentrum hilft Betroffenen mittels Prothesen ein halbwegs normales Leben zu führen. |
Bis heute leistete die USA keine Reparationszahlungen an die Bevölkerung...
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