Sonntag, 3. Mai 2015

Müde in Bangkok


Am Samstag mussten wir uns nun leider von Koh Phangan verabschieden. Mit der Fähre und dem Nachtzug von Surat Thani sollte es nach Bangkok, der Hauptstadt Thailands gehen. Über Nacht reisen ist für uns eine sehr effektive Art der Fortbewegung, da es zum Einen Zeit spart und zum Anderen auch Geld, da wir dadurch die Nacht im Hostel sparen und den Preis für die Fahrt müssten wir ja so oder so bezahlen.

Tschüss Inselparadies...
Im Zug hatten wir zunächst erst einmal einen Sitzplatz. Kaum losgefahren kam auch schon der Schaffner, begleitet von zwei Securitymännern, von denen jeder 2 Pistolen trug, um die Fahrkarten zu kontrollieren.
Irgendwann kam der Schaffner dann ein zweites Mal und baute unsere Sitze zu Betten um.
Für große Menschen sind die Betten ganz schön kurz.
Nach 12 Stunden Zugfahrt erreichten wir am nächsten Morgen müde den Bahnhof von Bangkok. Das laute Rattern und das stetige Wanken des Zuges hielt uns doch so einige Zeit vom Schlafen ab. 
Im Bahnhof bekamen wir zufällig gleich die Ehre zu spüren, die dem König Rama IX. durch das Volk erwiesen wird. Im Bahnhof ertönte die Nationalhymne und für zwei Minuten schien die Welt stillzustehen. Jeder Anwesende stand auf und blickte zum Abbild des Königspaares in der Bahnhofshalle.


Der 86-jährige König ist seit 1946 Staatsoberhaupt (und damit der am längsten regierende Monarch der Welt), schaffte jedoch die absolute Monarchie ab und gilt deshalb als eine Art Vaterfigur für die Thais.
(Insgesamt ist Thailand jedoch politisch sehr instabil und das gesamte Regierungssystem sehr verworren und kompliziert.) 

Nach kleineren Verhandlungsgesprächen mit den Taxifahrern, die einem zunächst viel zu hohe Preise für die Fahrt in die Innenstadt abknöpfen wollen, fanden wir dann doch unser Glück und wurden für umgerechnet nicht mal 2€ zu unserem Homestay gebracht.
In dieser kleinen Gasse bafand sich unser Guesthouse.
An unserem ersten Tag in Bangkok wussten wir allerdings gar nicht wie uns geschieht. Die Stadt ist laut, voller Abgase und Menschen und einfach nur riesengroß (12,5 mal so groß wie die Insel Koh Phangan, auf der wir die letzte Woche entspannt haben!).Und das Ganze bei 38 Grad... Wir waren in Gedanken noch viel zu sehr auf unserer Insel, als dass wir uns mit Bangkok anfreunden konnten...
Da wir aber nur 3 Tage für die asiatische Metropole eingeplant hatten, mussten wir uns wohl oder übel ins Getümmel stürzen. Mit dem Bus ging es deshalb zum Sonntagsmarkt.
Der Sonntagsmarkt von oben, erkennbar an den grauen Wellblechdächern.
Sobald es auch nur eine etwas größere Ansammlung von Menschen gibt, ist Security zur Stelle.


Unsere ersten Eindrücke von Bangkok:
Die moderne Metropole...
...und das ganze Gegenteil von ihr.

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