Freitag, 5. Juni 2015

Erste Station Vietnam: Phu Quoc



Unser nächstes und damit auch letztes Ziel auf unserer Südostasienreise ist Vietnam. Starten wollen wir hier auf der Insel Phu Quoc. Bis vor wenigen Monaten wussten wir noch nicht einmal, dass Phu Quoc existiert und jetzt sind wir – nach 9 Stunden reisen mit Minibus, erheblichen Wartezeiten und Fähre – auch schon hier! Und das wollen wir für die nächsten 4 Tage auch bleiben.

Warten auf die Fähre.

Endlich da! Erst mal ein Kaffee am Strand.


Wir hatten einen kleinen Bungalow, 2 Minuten vom Strand entfernt, und bekamen hier sogar unser Frühstück auf unsere kleine Terrasse serviert.


Hier gehts runter zum Strand.
Der Long Beach auf Phu Quoc: für die nächsten 4 Tage unser Revier.
Auf Phu Quoc ist das Leben sehr ländlich geprägt, die Menschen profitieren aber auch vom stark boomenden Tourismus auf der Insel. Wir gingen wieder mit dem Roller auf Erkundungstour und ließen uns nicht davon abhalten, dass wir auf unserer letzten Rollertour durch Kambodscha an einem Tag 5mal (!) von der Polizei angehalten worden sind.





Fleischer"laden"
Obst"laden"


Der Roller ist in Vietnam noch viel stärker als in den anderen Südostasiatischen Ländern DAS Fortbewegungsmittel schlecht hin. Im Hauptort Duong Dong wimmelte es nur so von den motorisierten Zweirädern. Und wir mittendrin statt nur dabei! Er wird zum Transport von allem verwendet, sei es um die 4köpfige Familie (natürlich gleichzeitig) zu befördern, Möbelstücke, die Ernteerträge oder die Verkaufsware zu transportieren oder am Straßenrand einzukaufen. Da die Meisten beim Fahren keinen Helm tragen, kann man praktischerweise alles auf dem Roller erledigen: wir haben Fahrer gesehen, die während des Fahrens eine rauchen, mit ihren Handy telefonieren (unvorstellbar bei dem Lärm rundherum) und sogar darauf Reis essen. Das Leben spielt sich auch hier vorwiegend auf der Straße ab und die Vietnamesen nutzen ihr Haus (wie alle anderen Nationen, die wir in Asien bereisten) ausschließlich zum Schlafen. 
Hier wird gerade ein Spiegel transportiert.

Mittagsschlaf geht auch auf dem Roller.
Auf Gegenverkehr auf der eigenen Fahrspur muss man auch allzeit gefasst sein.
Auf unserem Weg durchs Landesinnere machte uns die beginnende Regenzeit schon ganz schön zu schaffen. Die Wege waren zum Teil stark aufgeweicht und standen unter Wasser.
Pfefferplantagen.


Fischernetze
Kokos-LKW
Was uns an diesem Tag aber vor allem (negativ) aufgefallen ist: die ganze Insel ist eine einzige Müllkippe! Die Strände sind vermüllt, die Straßenränder liegen voller Sperrmüll und das Meer schwemmt jeden Tag neue Müllhaufen an. Und was für uns das Allerschlimmste war: es scheint hier einfach keinen zu stören. Wir sind ja aus den vorangegangenen Ländern auch nicht gerade die beste Sauberkeit gewöhnt, aber so etwas haben wir noch nicht gesehen und vor allem auch nicht erwartet, da Vietnam mit Phu Quoc als Urlaubsparadies wirbt.



Der Hafen von Dung Dong. Eigentlich ein malerischer Anblick, aber der viele Müll macht alles zu nichte...
Und die Kinder gehen in der Brühe baden...
Die Männer rollen die Fischernetze ein.
Und die Frauen machen sie sauber.


Am Abend ging es dann auf den Nachtmarkt, wo die Tagesware der Fischer auf dem Grill und schließlich auch auf unseren Tellern landete.


Getrockneter Fisch.


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