Dienstag, 16. Juni 2015

Die Chinesische Mauer


Auf diesen Tag hatten wir uns am Meisten bei unserem Pekingstopp gefreut – heute wollten wir die Chinesische Mauer besuchen.

Chinesisches Frühstück: Dumplings. Teigtaschen mit schweinefleisch gefüllt, schmeckt ein bisschen wie Gulasch und Knödel.
Jimmy hatte uns einen detaillierten Fahrplan gegeben, wie wir am besten mit dem Zug zur Great Wall kommen konnten. Bis zum Bahnhof lief auch alles nach Plan, allerdings mussten wir nach einigem Hin und Her dann feststellen, dass der Zug ausverkauft war. Per Beschilderung wurden wir darauf hingewiesen, in einem solchen Fall mit dem Bus 877 zu fahren. 2,5 Stunden später hatten wir es dann auch endlich in den besagten Bus geschafft. Zwischendurch waren wir schon dermaßen verzweifelt, dass wir fast die erforderlichen 700 Yuan (=100€) ausgegeben hätten, um die Mauer heute noch zu Gesicht zu bekommen. Mit dem Bus zahlten wir umgerechnet nur 7€ Hin und Zurück für uns Beide! In China ist es überhaupt nicht üblich, sich auf eigene Faust (ohne organisierte Reisegruppe) durchzuschlagen und wir wissen jetzt auch, warum :-)
Endlich sind wir da!
Die Chinesische Mauer ist mit einer Länge von 6350 Kilometern eines der größten Bauwerke der Menschheit und zählt zu den 7 Neuen Weltwundern. Der Bau geht zurück auf das 15. Jahrhundert (obwohl es schon davor zahlreiche Schutzwälle gegen Eindringlinge aus dem Norden gegeben hat) und sollte einen Schutz vor den Mongolen bieten. 
Die meisten Abschnitte waren richtig steil.
Der Herr in bauchfrei ist allerdings kein Einzelfall, scheint hier Mode zu sein unter den Männern.
 
Hier sind wir noch frisch und munter.
Aber der Aufstieg war ganz schön schweißtreibend.

Für diesen Ausblick hat sich jede einzelne Treppenstufe gelohnt!
Das müssen wir jetzt alles wieder runter laufen...

 


Am Abend beschlossen wir, das Geld, dass wir für das Taxi „gespart“ hatten in Pekingente zu investieren. Wir versuchten es diesmal auf einer anderen Touristenmeile, die erst seit 2009 existiert und im alten chinesischen Stil erbaut wurde. Aber auch hier Fehlanzeige. Alles in Chinesich. Aber wir hatten einen super Kellner, der sich die größte Mühe gab uns zu zeigen, was wir bekommen konnten. Wir zeigten einfach auf die Essen der anderen Restaurantgäste und bekamen schließlich eines der besten Essen der gesamten Reise!
Selbstgemachte Nudeln
Die Pekingente wird im Ofen mit offenem Feuer gebacken.

Wenn man halbe Ente bestellt, bekommt man auch den halben Entenkopf dazu...
Die Touristenstraße stellte sich auch als äußert hübsch heraus. 

Obwohl wir an diesem Tag so extreme Startschwierigkeiten hatten wie noch nie auf unserer Tour um die Welt, hat sich der restliche Tag als grandios herausgestellt. Das Geld, das wir noch übrig hatten (wir dachten ja, wir benötigen noch einiges mehr für die Reise zur Mauer) gaben wir für Chinesischen Medizintee aus. Das Verkaufsgespräch allein war schon super. Unsere Verkäuferin war nach Jimmy die zweite Person, die richtig gutes Englisch sprach und wir konnten so einige Fragen an sie loswerden. Wir probierten uns durch zahlreiche Grüne, Jasmin-, Puh-Er-Tees Chinas und erstanden letztlich zwei Tees in schönen chinesischen Teedosen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen