Montag, 15. Juni 2015

Auf der Suche nach etwas Essbarem.



Heute erwachte die Stadt unter einer riesigen Dunstglocke. Wenn man aus dem Fenster sah, hatte es den Anschein, als sei es bewölkt oder nebelig, aber draußen merkten wir schnell, dass es sich um Smog handelte, mit dem Peking ständig zu kämpfen hat. Unsere „Mitbewohner“ tragen in solchen Fällen Atemschutzmasken und es ist wirklich erschreckend, wie die Filter nach der Verwendung aussehen…

Die heutige Tagesaufgabe bestand darin, unsere Tickets für die Transsibirische Eisenbahn von Peking nach Irkutsk in einem der Wolkenkratzerbüros abzuholen.

Nachdem wir am Mittag endlich glücklich unsere Tickets in den Händen hielten, machten wir uns auf zum Himmelstempel – einem aus dem Jahr 1420 stammenden Tempel des Ming-Kaiserreiches. Der Tempel wurde zur Zeiten der Kaiser zweimal jährlich genutzt, um den Erntegott um eine reiche Ernte zu bitten, wobei auch Opfergaben gebracht wurden.

Der Smog versperrt einem ganz schön die Sicht.

Chinesisches Brautpaar.

Auf dem Weg zum Flohmarkt endlich mal wieder ein Straßenhändler. Die vermissen wir jetzt schon aus unserer Zeit in Südostasien.
Auf dem Flohmarkt entdeckten wir diese handgemalten Papyrusrollen.
Aufgrund der allgegenwärtigen Sprachbarriere haben wir es bisher nur geschafft bei Burger King und Pizza Hut zu essen. Da wir aber unbedingt das Chinesische Essen probieren wollten, gab uns unsere Gastgeber Jimmy die Empfehlung in einer der touristischen Restaurantstraßen zu gehen. Wir freuten uns schon riesig auf die Chinesische Küche, mussten dann aber leider feststellen, dass es selbst in der Touristraße keine wirkliche Speisekarte auf Englisch gab. Aber es gab Bilder, manchmal auch mit einer englischen Bezeichnung darunter. Allerdings wäre es an manchen Stellen vielleicht auch besser gewesen, nicht zu wissen, was die Restaurants anbieten. Von Hühnerfüßen über Lurch, Schildkröte, Entenblutsuppe, Kaninchenköpfe, Entenzungen, jegliche Innereien von sämtlichen Tieren, Fischköpfen und Ochsenschwänzen war alles dabei. Wir verbrachten über eine Stunde damit nahezu alle Restaurants am Straßenrand abzuklappern auf der Suche nach etwas für uns Essbarem. Hungrig und genervt schafften wir es dann bei einer Bedienung mit Händen und Füßen zu bestellen. Unser Reiseführer enthielt zum Glück die chinesischen Schriftzeichen für Reis und Bier, sodass die Grundversorgung abgesichert war. 
Jimmy hat uns schon vorgewarnt, dass die chinesische Küche sehr scharf ist.
Am Ende wurde doch alles gut.
Die Getränkekarte.
Um gut zu essen, nehmen die Chinesen lange Wartezeiten in Kauf. Vor den Restaurants gibt es Wartebereiche mit Stühlen und man muss an den Restaurants eine Nummer ziehen wie beim Arbeitsamt und warten, dass man aufgerufen wird.


Eigentlich wollten wir heut noch ein paar Sightseeingpunkte auf unserer Liste abhaken, aber aufgrund unserer Restaurantsuche wurde daraus nichts mehr.

Aber die Olympiabauten aus dem Jahr 2008 wollten wir uns unbedingt noch ansehen und so machten wir uns auf den 1stündigen Weg in den Norden der Stadt. Wir hatten gerade noch Glück: Punkt 21.30Uhr waren wir am Olympiapark und wurde gerade noch eingelassen, bevor die Eingangstore geschlossen wurden.


Peking war 2008 Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Dies verhalf der Stadt zu einer enormen Entwicklung der Infrastruktur. Zu den bis dato bestehenden 2 U-Bahnstrecken kamen weitere 6 hinzu. Der Olympiapark wurde direkt nach den Spielen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Wasserwürfel wurde zu einem Spaßbad umgebaut und die riesige Grünanlage wird von den Einheimischen zum Joggen oder zum Picknicken genutzt.
Das Olympiastadion trägt den Namen "Vogelnest".
Wasserwürfel und im Hintergrund das Olympische Feuer.

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